Frei nach Schauze …..

Muehlenhaupt - Titelhat der Berliner Maler-Poet Kurt Mühlenhaupt am liebsten gearbeitet. Sein Museum im Brandenburgischen Bergsdorf feierte im letzten Jahr sein 20-jähriges Bestehen. Leider ist er 2006 gestorben. Er ruht unter seinem selbst gestalteten Grabstein. Der umfangreiche Nachlass wird von seiner Witwe Hannelore bewahrt, verwaltet und den Besuchern freundlich präsentiert. Wo früher die LPG „Tag der Befreiung“ Heu und Stroh lagerte, befindet sich heute ein beliebtes Ausflugsziel für Groß und Klein. Weiterlesen

Stadt in der Stadt

Victoriastadt - FassadeVersteckt hinter einem Ring von Eisenbahnlinien kann man sie im Stadtteil Lichtenberg finden, die kleine „Stadt in der Stadt“ mit dem klassisch klingenden Namen VICTORIASTADT. Im Gegensatz zu vielen anderen Orten in Berlin sind hier vollständige Straßenzüge aus der Jahrhundertwende wie eine Zeitblase erhalten geblieben. Sie geben einem das Gefühl, als bewege man sich in einer Filmkulisse. Mit seinen frisch sanierten Gründerzeit-Fassaden zählt dieser Ort heute zu den neuen Trendkiezen für junge Familien und Kreative. Weiterlesen

Weißes Gold

Spargel - ErntehelferEs ist wieder soweit, auf den Beelitzer Feldern wird Weißes Gold geerntet. Scheinbar endlos reihen sich wie mit dem Lineal gezogene Hügelbeete aneinander, die als Spargeldämme bezeichnet werden. Zwischen den Dämmen hat das geschäftstüchtige Treiben schon seit Sonnenaufgang begonnen und es wird gestochen, was das Zeug her gibt. Weiterlesen

NONNEN-SPEISE

3 Schwestern - Plakat, rot - neuDer Fantasie bei der Bezeichnung von Desserts sind kaum Grenzen gesetzt. Diese Nachspeise besteht hauptsächlich aus Magerquark, Vanillezucker und Dosen-Pfirsichen. Nun mag man rätseln, was daran nonnenhaft ist. Wahrscheinlich ist es die Farbe Weiß, in die einst die Diakonissenschwestern und Nonnen gehüllt waren. Im ehemaligen Krankenhaus BETHANIEN taten die frommen Frauen ihren Dienst. Das Gasthausschild weist eindeutig darauf hin. Diese stilisierte Darstellung der 3 SCHWESTERN regte in letzter Zeit immer wieder die Gemüter an. Erotische Gedanken sind auch in Kreuzberg erlaubt. Aber leider wird der Cocktail hier nicht im Nonnenkostüm serviert. Das klosterhafte Gebäude hat natürlich viel Platz für Fantasie. Weiterlesen

Mit oder ohne (Darm)?

Curry - SteakDas ist in Berlin die wichtigste Frage des Wurstverkäufers an den Kunden. Endlich bin ich an der Reihe und auch mir wird, wie jedes Mal, diese Glaubensfrage gestellt. Und wehe, ich antworte nicht sofort. Dabei will der Verkäufer einfach nur wissen, ob ich meine Currywurst mit Schrippe oder Pommes, geschnitten oder im Ganzen, gebraten oder frittiert, aber vor allem, ob „mit oder ohne Darm“ haben möchte! Ich antworte wie auf Befehl: „Mit Darm, geschnitten, scharf, heiß, mit Schrippe“. Schnell wird mir eine von 70 Millionen Curry-Würsten, die jährlich in Berlin verdrückt werden, wortlos gereicht. Es braucht keine Worte, denn sie schmeckt wie immer: großartig! Aber das ist kein Wunder, „Das Steak des kleinen Mannes“ genießt auch bei mir Kultstatus. Weiterlesen