Naked Lunch und Weiberwirtschaft

So sehr ich mir auch den Kopf zerbreche, es gibt keinen unmittelbaren Zusammenhang zwischen diesen beiden Begriffen. Eigentlich schade … es ist wie so oft, alles anders als von mir gedacht. Die Weiberwirtschaft ist gar kein Gasthaus, sondern das größte genossenschaftliche Gründerinnenzentrum in Europa. Weiterlesen

Das begehbare Rezeptbuch

Zugegeben, ich bin nicht der Starkoch, mehr der Konsument, der Esser und Kaffeetrinker. Erst jetzt ist mir darum diese scharfe Ecke aufgefallen. Genau zwischen Schönhauser Allee und Pappelallee befindet sich das KOCHHAUS und ich sehe: eine mir völlig neue Idee hat dort Platz genommen. Auf allen TV-Sendern wird ja mittlerweile gekocht und der Esser kann sich vor Koch-Wettbewerben, -Duellen und guten Ratschlägen kaum retten. Aber im KOCHHAUS geht es nicht ums Zuschauen, sondern ums Selbermachen. Die Frage „was koche ich denn heute?“ wird rund zehn Mal beantwortet, denn entsprechend viele Ideen (für jeweils drei Gänge pro Mahlzeit) stehen auf taubenblauen Holztischen bereit. Weiterlesen

Beste Bohne im Niemandsland

Ein klirrend kalten Wintermorgen. Ich stehe auf dem Bahnhof Friedrichstraße und überlege, welches der vielen Kaffeeangebote im Bahnhof oder in der Nähe nehme ich heute wahr. Menschen schwirren kauend mit Kaffeebechern bewaffnet in alle Richtungen. Welchem Strom folge ich? Ich entscheide mich für den Weg über die Spree, über die Weidendammer Brücke, hin zur Dorotheenstadt, auf die Chausseestraße. Weiterlesen

Noble Pizza

In Prenzlberg muss ich mich mal wieder sehen lassen, denn es soll hier bei den PAPARAZZIS in der Husemannstraße die schmackhafteste Pizza Berlins geben. Davon konnte ich mich überzeugen, denn in dieser Trattoria werden nur die allerbesten Zutaten verwendet. Dünn ausgerollter Teig, auf dem Tomaten, Mozarella und Parmaschinken kross gebacken – darüber eine gute Handvoll vom feinen Ruccola und Parmesanspäne. Noch ein Hauch Olivenöl und schon schiebt sich mir der Satz „Neapel sehen und sterben“ in den Sinn. Die Dekoration ist die Ursache. Ich sitze vor einem Foto im Großformat. Sophia Loren schaut aus einem Fenster auf mich. Davor baumelt, wie in den südlichen Ländern selbstverständlich, auf einer Leine (ihre?) weiße Wäsche. Eine herrliche Idee, fühle mich wie bei „Mama“ in Neapel. Weiterlesen