Alles in BUTTER

Es ist Sonntag früh, Brunchzeit. Für mich heute mal nicht in der eigenen Küche. Ich muss mich beeilen, denn wer zu spät kommt, wird von denen bestraft, die bereits einen Platz erobert haben – dort im Café BUTTER, in Prenzlauer Berg. Außerdem bin ich mit meinem Schachfreund verabredet, der seinen Sieg vom letzten Mal wiederholen möchte – was ihm hoffentlich nicht gelingen wird, weil ich in Siegerlaune bin, denn ich habe im Café BUTTER ein Heimspiel. Hier sitze ich häufiger und schaue gerne auf das bunte Berliner Kiezleben, das es hier schon immer gab. Weiterlesen

Lambada für Selbstpflücker

Juni – mein Erdbeermonat. Der geübte Supermarktkunde mag meinen, dass es Erdbeeren das ganze Jahr über und fast zu jeder Uhrzeit gibt. Aber das sind nicht meine Erdbeeren. Meine Erdbeeren kamen aus Omas Garten. Die waren groß, süß und saftig und hatten ein natürliches Aroma. Doch Omas Garten gibt es nicht mehr. Dafür habe ich mit den vitaminbedürftigen Berlinern die Möglichkeit, in der Brandenburgischen Umgebung  auf nahe  gelegene Erdbeerfelder auszuschwärmen und dort selbst zu pflücken. Diese Chance gefällt mir und schon mache ich einen Ausflug zur Erdbeerplantage im Ort Vehlefanz, Ortsteil Oberkrämer – direkt an der A10 (Berliner Ring). Viele Schilder mit aufgemalten Erdbeeren helfen den Weg dorthin zu finden.
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Flüssiges Brot in Friedrichshain

Bei HOPS & BARLEY in Friedrichshain gehen Hopfen und Malz nicht verloren, sondern werden von Diplom-Braumeister Philipp Brokamp aus dem Münsterland zu nahrhaftem Bier gebraut. In seiner Heimat hat die Braukunst zwar Tradition, trotzdem zog es ihn in die Hauptstadt, um hier an der Technischen Universität seinen Meister zu machen. 2008 fand er in der ehemaligen Fleischerei die entsprechenden Räumlichkeiten, die zur Ausführung seines Handwerks nötig waren. Die Kacheln im Schankraum erinnern an vergangene Zeit. Seine große Brauanlage befindet sich in einem Nebenraum und die kleinere Ausführung steht dekorativ in der Nähe des großen Tresens. Vielleicht haben Sie einmal Glück und können den Meister in Aktion erleben.
Mit eigenen Mitteln und Ideen hat er tatkräftig dieses Unternehmen auf die Beine gestellt. Weiterlesen

Kreuzbergs scharfe Ecke

Scharfe-Ecke-Nr_1In den 60er und 70er Jahren des letzten Jahrhunderts war Kreuzberg bereits angesagt und hier war der Pflicht-Stadtteil für echte und Möchtegern-Bohème. Im dritten Hinterhof/Gartenhaus wurde die Welt verändert – oder man diskutierte es zumindest.
Mit dem Fahrrad unterm Arm wählte ich den U-Bahn-Ausgang Mehringdamm, um die Straßen abzufahren und mich in Kreuzberg umzusehen. Ich hielt zunächst an einem sehr ruhigen Punkt: dem Friedhof der Dreifaltigkeitskirche, der einige sehr berühmte Berliner Persönlichkeiten beherbergt.
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