Cantina Popolare

Schräg gegenüber der Pfefferberg-Kulturanlage in Prenzlauer Berg soll diese Cantina sein, über die ich schon Verschiedenes hörte. Hier beginnt die Schönhauser Allee und birgt noch so manches gastronomische Abenteuer. Es ist schönes Wetter und die Menschen bevölkern auch die Gärten der umliegenden Lokale. Eine Studentengruppe vor mir erklimmt über die ausgetretene Treppe den Garten dieser legendären Pizzeria „DUE FORNI“ mit der angepriesenen cucina casalinga popolare. Sie hat einen etwas zwiespältigen Ruf, das macht mich neugierig.
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Piroggen aus Polen

Wohin passt ein polnisches Bistro in Berlin am besten? Auf die Warschauer Straße! Das  sagten sich Dorota und Gregorz Fila aus Wroclaw ebenfalls. Vor zwei Jahren eröffneten sie hier ihr Bistro und versorgen seitdem die Anwohner in ihrer Umgebung, Touristen aus Polen und auch sonst alle, die es deftig mögen. Genau so ist es mir heute Mittag ergangen. Vom Fahrrad aus konnte ich schon die Tafel mit dem aktuellen Angebot lesen: Kohlrouladen, Gulasch mit Kartoffelklößen und natürlich Piroggen mit vielen unterschiedlichen Füllungen, die mit geschmorten Zwiebeln und saurer Sahne serviert werden. Schnell habe ich mich für die Pilzfüllung entschieden und werde das als Vorspeise betrachten. Den 2. und 3. Gang verlege ich auf den Abend, denn die Piroggen haben es in sich! Weiterlesen

Hofmusik und Holunder-Brause

Zwischen Berlin und Potsdam habe ich auf meiner Natur-Tour eine Entdeckung gemacht. Etwas versteckt liegt ganz in der Nähe des Rathauses Wannsee an der Chausseestraße ein alter Hof. Schönes Kopfsteinpflaster und eine große Scheune mit seltenem Rautenfachwerk locken mich weiter hinein. Ich entdecke ein HOFCAFÈ, eine GÄRTNEREI, deren Mitarbeiter schöne Stauden und bunte Blumen der Region draußen dekorieren – hier ist ein Bilderrahmen-Atelier, dort eine Handlung mit Töpferwaren und schräg gegenüber ein gut sortierter Naturkostladen mit dem Namen „FEINE KOST“. Ich befinde mich bei „MUTTER FOURAGE“. Weiterlesen

Der Herr Max

Konditor-Titel„Der Bäcker heiratet seine Torte…“ war einst in der Hamburger Presse zu lesen. Das macht den Berliner neugierig, denn er staunt, dass auch manche Nordlichter scherzhaft das Wort Torte mit Frau gleichsetzen. In diesem Fall ist es sogar schön doppeldeutig, denn Herr Max ist Bäcker- und Konditormeister. Er betreibt mit seiner Lieblings-Torte und Ehefrau eines der schönsten Cafés im Hamburger Schanzenviertel. In einem ehemaligen Milchgeschäft mit wunderschönen Kacheln an den Wänden gehen nun feinste Tortenstücke, köstliches Gebäck und ungewöhnliche Eis-Kreationen über den Glas-Tresen. Der Meister spricht beglückt von seinem Café und sagt: „Der Laden sieht innen aus wie eine Torte von außen.“ Weiterlesen

Tanzen bis der Morgen graut

In CLÄRCHENS BALLHAUS ist täglich Schwoof. Hier wurde das Wort „Hochbetrieb“ erfunden. So richtig poliert wird die Tanzfläche natürlich am Wochenende, da gibt’s dann Live-Musik. Kurz vor Mitternacht tritt die Tanzkapelle auf – das Wort „Band“ würde es nicht treffen, denn alles ist hier wie vor hundert Jahren, nicht nur das Gebäude und die Einrichtung. Die jetzigen Betreiber (seit 2004) haben durch den Kauf der Immobilie Erbansprüche und Streitereien beseitigt. Jetzt strahlt das Haus wieder den Charme der Jahrhundertwende aus und die Leute kommen wie früher hierher, um sich zu amüsieren, das Tanzbein zu schwingen, oder sich etwas für’s Herz zu suchen.

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