Buddhas Teehaus

Heute führt mich am frühen Nachmittag ein Spaziergang in die angesagte Berliner Shopping-Gegend rund um den Hackeschen Markt. Ich bin auf der Suche nach herbstlicher Kleidung und möchte mich inspirieren lassen. In der Rosenthaler Straße bekomme ich eine Nase voll Weihrauch, der mir aus einer großen Tor-Einfahrt entgegenweht. Es duftet plötzlich katholisch, sollte es im Hinterhof eine Kirche geben, von der ich bisher nichts wusste? Ich folge dem Hinweis meiner Nase und stehe tatsächlich in einem  Tempel, der mit bunten Kissen und Blumen, schönen Lampen aus Papier und vielen asiatischen Dekorations-Elementen bestückt ist. Diese „Kirche“ hat merkwürdig viele Tische und Stühle, an denen Leute sitzen, essen und trinken. Auf dem Tresen wird ein großer Buddha-Kopf von dampfenden Teekesseln eingenebelt. Wahrscheinlich hat mich der Weihrauch-Duft so betäubt, dass ich erst jetzt bemerke, dass ich in einem Hinterhof-Restaurant bin, mitten in Berlin!

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Déjà vu – schon erlebt

Im französisch beeinflussten Berlin treffe ich häufig auf Begriffe, die aus Napoleons Zeiten stammen und in den normalen Sprachgebrauch übernommen wurden. Abgesehen davon, dass der Kaiser der Franzosen in diesem Restaurant auch ein „déjà vu“ hätte und nichts auf der Speisekarte vor ihm sicher wäre – hier geht es mal nicht um Historisches. Dieses Restaurant in Pankow, ganz versteckt hinter einer Hecke an der Häuserschlucht der Binzstraße, ist ein guter Tipp, um Erinnerungen an den Frankreich-Urlaub nachzuschmecken, noch einmal zu erleben, wie es war, bei gutem Essen in vertrauter Runde zu sitzen, den roten und weißen Wein vom Fass zu genießen – genau wie „schon gesehen“. Denn das wäre die korrekte Übersetzung von „déjà vu“. Weiterlesen

Im Zoo – am Zoo

„Zoologischer Garten“ tönt es aus dem Lautsprecher. Hier muss ich heute umsteigen und erblicke durch die großen Scheiben des Bahnhofgebäudes das Zoo-Gelände, von einer großen Hecke und einem hohen, grünen Gitterzaun umgeben. ZOO steht in goldenen Buchstaben vor buntem Herbstlaub und schon habe ich mich überredet, die Mittagszeit hier zu verbringen, denn  ein Restaurant wird es hier doch geben. Weiterlesen

ANKERKLAUSE – Oriental!

Echte Seefahrer behaupten, die Ankerklause sei die schönste Hafenkneipe ohne Hafen. Als Berliner Seebär werde ich das heute testen. Zuerst suche ich einen Ankerplatz für mein Fahrrad. Soll ich in Kreuzberg oder Neukölln parken? Hier auf der Kottbusser Brücke zwischen Kottbusser Damm und Maybachufer bin ich in einer offiziellen Grenzsituation. Unter mir tuckern die Ausflugsdampfer auf dem Landwehrkanal und neben mir feilschen Männer um gebrauchte Autos. Es zieht mich auf die Neuköllner Seite, denn hier Weiterlesen