Wolga-Romantik mit Ludmilla

Voland EingangEs ist Freitagabend, „höchste Zeit“, um mal wieder Live-Musik zu hören und die Seele und den Magen nach Ost-Europa zu begleiten. Das russische Restaurant VOLAND bietet seinen Gästen freitags und samstags ab 21.00 Uhr ein musikalisches Programm an. Für vier Euro pro Person (die der Rechnung zugeschlagen werden) wird hier professionell gesungen und musiziert, denn den Wochenend-Künstlern merkt man ihre gute Ausbildung an. In diesem kleinen Show-Raum ist jeder den Vortragenden sehr nah. Bei einem vorigen Besuch erfreute mich ein Klavier/Violine-Duo mit bester Musik. Heute habe ich das Glück, mich von einer schönen Sängerin unterhalten zu lassen, denn das Programm wird von LUDMILLA K. und  einem Gitarristen bestritten. Französische Chansons und Russische Romanzen stehen heute auf dem Programm. Weiterlesen

Ku´damm-Luft

Piccola - aussenDass ich jetzt unbedingt „Heimweh nach dem Kurfürstendamm“ hätte, wie Hildegard Knef es singt, kann ich nicht behaupten, aber diesen großen Boulevard rauf und runter zu schlendern, ist noch immer ein tolles Erlebnis. Vom Tauentzien bis nach Halensee habe ich es heute nicht geschafft, nach dem ersten Drittel überfiel mich schon der große Hunger. Metropolenpflaster treten, Schaufenster und Leute schauen, alles wunderbar, aber der Mensch muss auch für das leibliche Wohl sorgen.
Ich stehe an der Ecke Uhlandstraße vor dem großen „Cinema Paris“; eine Schulklasse trabt brav in die Mittags-Vorstellung, denn hier werden französische Filme im Original gezeigt. Sprach-Unterricht im Kino – warum nicht? Aber ich habe die Schule lange hinter mir und strebe zur bekanntesten Mini-Pizzeria Charlottenburgs. Ich war lange nicht mehr hier, aber es gibt dieses SB-Restaurant PICCOLA TAORMINA immer noch. Von Antonio und Fernando Raccuglia aus Sizilien erfahre ich, dass dieser Familienbetrieb seit 35 Jahren in Händen derer Familie ist. Weiterlesen

Austern, Artischocken und Anis-Likör

Paris - HH - TitelAusgerechnet in Hamburgs anglophiler Ecke hat sich französischer Charme niedergelassen. Zwischen Rathaus, Börse und Handelskammer gibt es in der Altstadt seit einem guten Jahrzehnt das CAFÉ PARIS, in dem ganztägig mehr als  frische Austern serviert werden. Schnecken, Tartare,  Bretonische Fischsuppe, Beefsteak-Frites, Croque Monsieur und Salade Nicoise sind einige Beispiele der klassischen Pariser Küche. Ausgezeichneter Kaffee, eine bunte Auswahl an Obst-Tartes und feinen Kuchen, Macarons und edlen Desserts stehen für die Hamburger und ihre Gäste aus aller Welt zur Auswahl. Ob lauwarme Schokoladentarte mit Blaubeer-Eis oder gebratene Blutwurst mit Kartoffelpüree: die original Pariser Küche am Rathaus lässt kaum Gourmet-Wünsche offen. Weiterlesen

Abendessen mit Pfeffersäcken

Feuerwache - FassadeDenken Sie jetzt, mir sei das gute Bremer Beck’s-Bier schon zu Kopf gestiegen? Pfeffersäcke können ja gar nicht essen oder sprechen …. weit gefehlt! Dieser liebevolle Umgangston wird unter Bremer Kaufleuten gepflegt, wenn sie von ihresgleichen sprechen. Der typische „Pfeffersack“ arbeitet in der Hafengegend oder in der Innenstadt, trägt einen dreiteiligen Anzug zu Lederschuhen und weiß genau, dass eigentlich die Hamburger das „Tor zur Welt“ haben, – aber die Bremer haben den „Schlüssel“ dazu. So kann man es jedenfalls an den Stadt-Wappen der beiden Städte sehen. Außerdem ist der Bremer Pfeffersack durch und durch Genussmensch, isst und trinkt gern.

Feuerwache - innen-rechtsIm historischen Backsteingebäude der alten FEUERWACHE im Bremer Holzhafen trifft idealerweise vieles zusammen. Diese ehemalige Station der Brandbekämpfer wurde zu einem attraktiven Restaurant umgebaut. Von hier wurde ausgerückt, wenn es in den Handelshäfen brannte. Heute wird vor Ort nicht mehr glöscht, aber das Herz entflammt, nicht nur für das Gegenüber, sondern auch für die gute italienische Küche! Das Qualitätsbewusstsein der Bremer Kaufleute wird  im Gebäude der Hafen-Feuerwehr Feuerwache - innen-linksnicht erschüttert, denn Betriebsfeiern und Familienfeste sind jede Woche auf dem Veranstaltungsplan, vom täglichen Mittag- und Abend-Angebot abgesehen.

Die ehemalige „Wagenhalle“ ist der größte Gastraum und fasst Gesellschaften bis 90 Personen. Die „Einsatzzentrale“ kann für Veranstaltungen und Tagungen bis 50 Personen reserviert werden. Den ehemaligen Fitnessraum der Feuerwehrmänner zieren noch Bock, Barren und Sprossenwand; heute wird die „Turnhalle“ als Bar genutzt. Die Leibesübungen beschränken sich allerdings auf das Stemmen der Biergläser !

Feuerwache - Bremen SpeicherDie Bremer Freunde lassen sich an der großen Fensterfront der Wagenhalle inzwischen Pizza und Pasta schmecken, den grandiosen Sonnenuntergang über dem Hafenbecken, den man von hier aus sehen kann, haben wir allerdings schon versäumt, dafür hatten wir einen hochprozentigen „Sun-Downer“ im Glas. Aber ich bin sicher nicht zum letzten Mal in Bexx-Town und habe das Erlebnis nun noch vor mir und werde mit Wohlgfallen beim nächsten Sonnenuntergang auf die Schiffe, die alte Roland-Mühle und den historischen Speicher XI blicken.

Für mich soll es heute eine Fischsuppe sein, wenn ich schon mal an der Waterkant bin. Sie ist herzhaft und reichlich, darum ist es gut, dass ich jetzt noch zwanzig Minuten Zeit habe, bis mein Lieblingsgericht an den Tisch kommt: Risotto mit Pilzen .

Feuerwache - Bremen SchriftManche „Pfeffersäcke“ bleiben heute Abend unter sich und lassen nur  die Tabletts mit gefüllten Rotweingläsern in ihre Mitte.  Ein schönes Wilhelm-Busch-Zitat sagt: „Rotwein ist für alte  Knaben eine von den besten Gaben“, das müssen die Bremer Kaufleute schließlich wissen, denn    Rotwein-Import ist ein traditionsreiches Geschäft der Handelshäuser an der Weser.

FEUERWACHE
Waller Stieg 5 / Handelshäfen
28217 Bremen
Tel. 0421 – 380 3808
Geöffnet:
Täglich von 11.00 bis 24.00 Uhr