Unsterblicher Wilhelm Busch

Max u. Moritz - EingangFür Viele gilt  er heute als einer der Pioniere des Comics, andere schätzen die Volkstümlichkeit seiner Geschichten und Gedichte. Fest steht, dass sein Name seit über 100 Jahren aus keinem Bücherregal wegzudenken ist und fest zum deutschen Kulturgut gehört. Seine Zweizeiler sind Teil unserer Umgangssprache geworden. „Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr“, hat sicherlich jeder schon gehört oder verwendet.
In Berlin-Kreuzberg wurde ihm zu Ehren 1902 eine Kneipe mit dem Namen seiner bekanntesten Anti-Helden eröffnet: MAX und MORITZ. Im Sommer 2011 wurde in diesem „Kulturwirtshaus“, wie es sich jetzt im Untertitel nennt, alles frisch renoviert. So viele Jahre der wechselvollen deutschen Geschichte hat in Kreuzberg kaum ein Gasthaus dieses Formates überlebt. Weiterlesen

Spätschicht im Kiez

Spaeti - TorstrasseWer glaubt, dass das Copyright für den „Spätkauf“ alleine den Berlinern gehört, liegt falsch. Bereits in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gab es diese Läden, die weit über den Ladenschluss hinaus geöffnet hatten. Man nannte sie damals „Trinkhallen“. Sie wurden vor den Werktoren errichtet, um den Fabrikarbeitern einen genüsslichen Feierabend bei Mineralwasser, Bier und Schnaps zu bereiten. Erst viel später fand man diese „Trinkhallen“ auch an öffentlichen Plätzen. Für den sofortigen Bedarf kamen dazu: Tabak, Süßwaren, ein überschaubares Lebensmittel-Sortiment, Zeitungen und die Möglichkeit, Lotto zu spielen. Diese Idee des „Spätkaufs“ ist in weiten Teilen Deutschlands bekannt, je nach Region werden sie jedoch unterschiedlich benannt, z.B.: „Wasserhäuschen“ (Frankfurt), „Kiosk“ (Nord- und Süddeutschland), „Bude“ (Ruhrgebiet), „Büdchen“ (Rheinland). Und „Späti“ nennt sie der Berliner (aber auch der Sachse). Weiterlesen