Unser täglich Brot!

Brot - SchriftEs ist für uns so selbstverständlich, dass es überall erhältlich ist, immer zur Verfügung steht und in manchen Geschäften sehr preiswert zu haben ist. Besser nicht nachfragen, warum 500 Gramm dieser Nahrungsgrundlage nur 99 Cent kosten können. Ich bin nicht Wallraff und arbeite auch nicht heimlich in der Backstube, aber ich habe eine wunderbare, echte Backstube entdeckt, in der ich beim Brotbacken zusehen konnte. Ein Bäckermeister und ein Geselle stehen in der Alten Schönhauser Straße in Berlin Mitte in einer angenehmen Lokalität hinter einer großen Glaswand und lassen sich auf die Finger schauen. Wie in einem Lehrfilm kann der Konsument zusehen, wie sein Brot entsteht.

Brot - BaeckerjungeAlle Zutaten stehen bereit, die großen Papiersäcke mit Mehl sind eindrucksvoll an die Wand gelehnt. Noch kann ich nicht ahnen, ob daraus Dinkel-, Weizen-, oder Roggenbrot gebacken wird. Es entstehen ständig neue Mischungen, weil unser Brot-Geschmack sich häufig ändert. Die Bio-Vollkorn-Ära, die mit selbstgestrickten Wollsocken und Ideologie am Hut einher ging, ist vorbei. Jetzt wird total auf Gesundheit geachtet und alle Allergien werden berücksichtigt. Aber heute muss ja noch nicht der Brot - RegalGesundheitspass über den Tresen gereicht werden, noch können wir aussuchen, was uns gut tut und schmeckt.
Mir fällt ein, dass ich gerade auch nicht vor Gesundheit jubel, deshalb heute auch mein Ja für: „ZEIT FÜR BROT“! Aber welches? Das Angebot ist groß, die Regale sind gefüllt. Am liebsten würde ich hier mal einiges aus dem Sortiment probieren, denn der schön ausgestattete Gastraum erlaubt, das Angebot an Stullen und Kuchen aus der gläsernen Backstube an Ort und Stelle zu kosten.

Von den legendären Zimtschnecken, die vom Tresen abgeholt werden, habe ich schon gehört. Dazu einen großen Kaffee Americano aus der weißen Porzellantasse und der Vormittag ist gerettet! Dieses Hefegebäck gibt es ebenfalls in Brot - ZimtschneckeVariationen: mit dunkler oder heller Schokolade, mit Marzipan, Zucker und Mandeln oder eben mit Zimt!

Der Betreiber, Dirk Steiger, ist ein Hellseher, denn in dieser Ungegend ist eigentlich für Berlin-Touristen, die in den umliegenden Hotels wohnen, der „Hund verfroren“; sie fahren lieber zum Hackeschen Markt oder gehen in die Kastanienallee zum Frühstücken oder Kaffeetrinken. ZEIT FÜR BROT hat genau hier gefehlt und deckt viele Brot - KundschaftBedürfnisse nach „well feeling“ ab: Gesunde Kost, guten Geschmack, aber leider auch bio-hohe Preise. Dieses Ladengeschäft mit Café ist hier am richtigen Ort, denn die Anwohner sind bereits Stammkunden. Wie überall in Mitte trifft sich hier das Publikum, das sieht und gesehen werden will. Wenn sie sich dann auch noch gut ernähren, hoffen wir gemeinsam auf ein gutes Leben und Zufriedenheit bei den Bäckern unseres Vertrauens.

ZEIT FÜR BROT hat ein gutes Konzept, das nach Berlin passt. Das berühmte „Brot und Salz“, das man neu Zugezogenen für den Wohnung reicht, damit der Wohlstand mit Brot - Bedienung 3leinzieht oder bleibt, ist sicherlich an vielen Stellen in Berlin wichtig und nötig. Ich weiß nicht, ob dieser Brauch auch hier bei der Eröffnung zum Tragen kam. Den Chef, Dirk Sager, kann ich heute nicht mehr fragen, denn er schläft der nächsten Mohnschnecke entgegen – schließlich ist er um 3:00 Uhr früh aufgestanden. „Morgenstund hat Gold im Mund“ – oder Ciabatta mit Ruccola, Mozzarella und Pesto.

ZEIT FÜR BROT
Alte Schönhauser Straße 4
10119 Berlin
Tel.: 030 – 28 04 67 8
Geöffnet:
Montag – Freitag: 7:30 bis 20:00 Uhr
Samstag: 8:00 bis 20:00 Uhr
Sonntag:  8:00 bis 18:00 Uhr

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