Fernweh

ZOB - BuswerbungDie „Endstation Sehnsucht“ heißt für viele Reisende und Rückkehrer: BERLIN. Unsere Stadt ist auf  unterschiedlichen Wegen zu erreichen. Hier am Zentralen Omnibus Bahnhof im Stadtteil Charlottenburg spielt die Autobahn die Hauptrolle. Der Willie-Nelson-Song „On the Road Again“ könnte die Hymne der Busfahrer sein, die hier ihren Dienst tun. Zur Zeit werden von den 35 Halteplätzen ca. 3,2 Mio. Fahrgäste pro Jahr bewegt. Und es sollen noch mehr werden! Diese Art zu reisen boomt, besonders bei den jungen Leuten. Dazu gehört natürlich, dass dieser ZOB, direkt an der Messe Berlin gegenüber Funkturm und ICC gelegen, saniert und verschönert wird. In den Wintermonaten ist diese Szenerie leider eine Gruselkulisse für jeden Krimi.

1966 wurde der ZOB auf die Initiative von Gustav Severin (Verband Berliner Omnibus-Unternehmen) in Betrieb genommen. Für den innerdeutschen Reiseverkehr sollte dies eine preiswerte Alternative sein, die es bis heute blieb. Darum ist hier auch das ZOB - Diner, SchriftTor zum Osten. So viele ausgebuchte Busse gibt es nur auf den vielen Richtungen nach Ost-Europa. Der innerdeutsche Hit ist die Strecke Berlin-Hamburg und retour.

ZOB - MotorradFernweh hin – Heimweh her, bis nach Amerika komme ich von hier aus nicht, denn der Billig-Bus ist kein „Greyhound“. Ein bisschen Amerika-Feeling lässt sich auch anders herstellen, denn eine amerikanische Restaurantkette hatte mit den vielen Durchreisenden am ZOB ein Einsehen und eröffnete vor drei Jahren an dieser Stelle ANDY’S DINER & BAR im Erdgeschoss Ibis-Hotels.

Das Markenzeichen prangt oberhalb des großen Bartresens: eine chrom-blitzende Harley. Eine sehr eindrucksvolle Dekoration! Dazu passt amerikanisches Miller-Bier, Meyer’s Rum ZOB - Diner, aussen, Gaesteund das Farmer Steak mit Schmorzwiebeln. Kartoffel-Wedges und Sour-Cream gehören noch dazu. Gegrillte Spare Rips, riesige Burger mit Beilage, Florida Turkey Steak, Texas Onion Rings oder Buffalo Chicken Wings, alles hört sich nach üppiger Küche an. Der Duft von gegrilltem Fleisch vermischt sich mit dem von gebackenen Bohnen, frischen Muffins und Pancakes mit Ahornsirup.

Hier wird alles und zu jeder Zeit gegessen. Ob Frühstück oder Abendbrot, wer weiß von welchem Highway der Gast kommt? Auf jeden Fall zahlt er zum Frühstück für die Coffee-Mug nur einmal 3,50 € und kann nachfüllen lassen bis das Herz rast.

ZOB - Diner, BarDie Inneneinrichtung ist amerikanisch mit rot-blau-weißen Lederbänken und gemütlichen Barhockern. Die outdoor-Plätze unter der roten Markise werden genauso fix bedient wie die Innen-Gäste, die von laufenden Monitoren die neuesten Nachrichten erfahren können. Das Personal ist flexibel und gut gelaunt, auch das scheint eine amerikanische Spezialität zu sein. Auf hochwertiges Fleisch, immer frische und üppige Salate und Beilagen, großzügige Desserts und gepflegte Getränke vom ZOB - HaltestelleFassbier über eine riesige Auswahl an Soft Drinks bis hin zu Spirits, Brandy, Rum und Tequilla kann sich der Besucher freuen. Ob der ANDY’S-Gast ankommt oder wegfährt, er muss nicht ans Steuer und kann sich dem flüssigen Angebot hingeben.

Morgen kaufe ich auch ein Ticket für den Bus nach Irgendwo, dort soll es schön sein. Doch alles ist Geschmacksache: Fisch oder Fleisch, Wein oder Wasser, Nähe oder Ferne.

„Die gefährlichste Weltanschauung ist, die Welt nicht angeschaut zu haben.“
(Alexander von Humboldt, 1769 – 1859)

ANDY’S DINER & BAR
Messedamm 10
14057 Berlin
Tel.: 030 – 301 60 38
Geöffnet:
täglich von 11.00 bis 24 Uhr

0 Gedanken zu „Fernweh

  1. Mal wieder super! Weiter so! Wenn ich über Himmelfahrt nach Berlin reise, weiß ich gar nicht, wohin ich überall gehen muss,….hannah

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