Der Staatsanwalt hat das Wort!

Instanz - aussenDas will ich gerne glauben, wenn ich auf die Speisekarte des ältesten Berliner Restaurants „ZUR LETZTEN INSTANZ“ blicke. Was sich wie eine Anlage zur Zivilprozessordnung liest, wird  für alle Nicht-Juristen ins Speise-Deutsch übersetzt, ins Englische natürlich auch, denn das Publikum ist sehr international. Die Gerichte heißen hier: Einstweilige Verfügung, Verhandlungspause oder Fristverlängerung. Mit dem Sühneversuch ist Sauerbraten gemeint, mit der Beleidigungsklage ein Matjes-Tatar und mit dem Kreuzverhör ein Gulasch. Der Renner ist die Zeugenaussage (Eisbein/Sauerkraut/Erbspüree), aber auch die Urteilsbegründung (Rinderroulade mit Wirsingkohl) wird gern genommen. Was sich hinter Anwaltsfrühstück oder Plädoyer verbirgt, werde ich demnächst den Gerichtsschreiber fragen, denn Land- und Amts-Gericht befinden sich auf der anderen Straßenseite. Weiterlesen