Landgut zum Anfassen

Bereits die U-Bahn-Station mit dem Riet-Dach kündigt die ländliche Umgebung an. Das weltweit einzige Freilandmuseum mit U-Bahnanschluss ist gut zu erreichen und kann darum über Besuchermangel nicht klagen. Der Berliner Villen-Vorort Dahlem ist an sich schon eine grüne Oase. Die DOMÄNE DAHLEM aber ist das Herzstück. Hier wird seit 800 Jahren Landwirtschaft betrieben. Das ehemalige Königlich-Preußische Staatsgut mit dem besucheroffenen Bio-Bauernhof  zieht viele Besucher an. Weiterlesen

Tatort: Umspannwerk

Umspannwerk - Titel, HausGastronomisch hat der Stadtbezirk Friedrichshain viel zu bieten, jedoch kulturell weniger: keine Oper, kein großes Theater, kein Museum und keinen Treffpunkt, der Kultur und Kulinarisches an einem Ort vereint. Doch der Schein trügt. Kleinere Theater, Galerien und Musik-Clubs haben sich inzwischen angesiedelt. Auch sind sich Kultur und Gastronomie örtlich näher gekommen. Mit einem besonderen Ort, wo Gastronomie, Kultur, aber auch Geschichte direkt zusammentreffen, kann Friedrichshain glänzen. Der Ort heißt: „Umspannwerk Ost“. Weiterlesen

Unsterblicher Wilhelm Busch

Max u. Moritz - EingangFür Viele gilt  er heute als einer der Pioniere des Comics, andere schätzen die Volkstümlichkeit seiner Geschichten und Gedichte. Fest steht, dass sein Name seit über 100 Jahren aus keinem Bücherregal wegzudenken ist und fest zum deutschen Kulturgut gehört. Seine Zweizeiler sind Teil unserer Umgangssprache geworden. „Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr“, hat sicherlich jeder schon gehört oder verwendet.
In Berlin-Kreuzberg wurde ihm zu Ehren 1902 eine Kneipe mit dem Namen seiner bekanntesten Anti-Helden eröffnet: MAX und MORITZ. Im Sommer 2011 wurde in diesem „Kulturwirtshaus“, wie es sich jetzt im Untertitel nennt, alles frisch renoviert. So viele Jahre der wechselvollen deutschen Geschichte hat in Kreuzberg kaum ein Gasthaus dieses Formates überlebt. Weiterlesen

Erst das Fressen, dann die Moral!

BE-Kantine - bbDiese Worte schleuderte einst Bertolt Brecht der Bourgeoisie entgegen. In seiner bekannten DREIGROSCHENOPER kommt das satte (voll gefressene) Bürgertum nicht gut weg. Die Ballade „Wovon lebt der Mensch?“ erklärt dann, dass nur moralisch handeln kann, wer genug zu essen hat. Ich will nicht zu philosophisch werden und die essenden und trinkenden Leser langweilen. Aber heute hat mich ein abendlicher Spaziergang am Spree-Ufer zum „Berliner Ensemble“, zum Brecht-Theater geführt. Kurz bevor der Schiffbauerdamm eine Biegung macht, stehe ich vor dem Theater-Eingang dem großen Meister gegenüber.

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