Lesende Aale

Buchladen - TresenNicht Aale, sondern Bücherwürmer fühlen sich hier äußerst wohl. Den sehr ungewöhnlichen Namen der Buchhandlung mit Café und Galerie in der Kreuzberger Urbanstraße muss man sich auf der Zunge zergehen lassen, denn aussprechen kann ihn nicht jeder. PLAYING WITH EELS (mit Aalen spielend) ist ein schöner, großer Laden; die verschiedenen Räume sind liebevoll eingerichtet. Ein Lichtblick in dieser rauen Gegend. Weiterlesen

Typisch Kreuzberg!

Wassertorplatz - EckeBin ich in Kreuzberg, treffe ich häufig Leute, die von den „guten alten Zeiten“ berichten. Von Vergangenem wird erzählt und Neues kommt hinzu. Heute traf ich einen Architekten, der an einem tollen Sanierungsprojekt beteiligt war und stolz darauf ist, dass diese Ecke am WASSERTORPLATZ noch immer attraktiv ist für Mieter und Passanten. Schon sind wir mitten im Thema: In den Achtziger Jahren war in Kreuzberg „Hausbesetzung“ das Reizwort schlechthin. Sicherlich nicht nur in West-Berlin. Aber hier war schon immer mehr möglich als anderswo, erzählt der Architekt. Darum gibt es aus dieser Zeit diese gut erhaltene Straßenecke, die bereits auf dem Abbruchplan des Senats stand. Am Erkelenzdamm/Ecke Kohlfurter Straße war auf dem Reißbrett eine „Ost-Tangente“ geplant, die den Stadtteil verwüstet hätte. Weiterlesen

Ein stilles Café

Strauss - Gaeste 3„Die Schokotorte mit Knusperboden schmeckt großartig“ behaupten viele Gäste und kommen zu gerne in dieses Café! Die hauseigenen Obst-Schnäpse, Säfte, Weine, Kaffees, Tees und besonders die Schnittchen sind weitere Attraktionen, die es nicht an jeder Ecke gibt. Damit nicht genug, denn auch der Ort des CAFÉ STRAUSS ist recht ungewöhnlich. Es befindet sich in einer ehemaligen Aufbahrungshalle auf dem Friedrichwerderschen Friedhof in Berlin Kreuzberg. Weiterlesen

Dauerbrenner Döner

Doener - Kottbusser Tor 2Berlin ist Deutschlands Döner-Hauptstadt. Die Currywurst ist auf den zweiten Platz gerückt, das ist nun endgültig belegt. Statistik ist langweilig, aber der Aufwärtstrend des Snacks vom Spieß ist nicht mehr zu übersehen. Unbeirrt dreht sich das klassische Produkt weiter, hat Gammelfleisch- und BSE-Skandale überstanden. Vor 40 Jahren hatte ein türkischer Gastarbeiter diese geniale Idee. Die ersten beiden Buden gab es am Bahnhof Zoo und am Kottbusser Tor. Der Gedanke dahinter war, über dieses Fleischgericht mit Fladenbrot etwas Heimatgefühl zu vermitteln. Bald aßen viele Berliner aller Nationalitäten mit, obwohl die Handhabung noch ungewöhnlich war, Gesicht und Mantel verschmierte. Die Sauce tropfte in den Ärmel. Weiterlesen

Unsterblicher Wilhelm Busch

Max u. Moritz - EingangFür Viele gilt  er heute als einer der Pioniere des Comics, andere schätzen die Volkstümlichkeit seiner Geschichten und Gedichte. Fest steht, dass sein Name seit über 100 Jahren aus keinem Bücherregal wegzudenken ist und fest zum deutschen Kulturgut gehört. Seine Zweizeiler sind Teil unserer Umgangssprache geworden. „Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr“, hat sicherlich jeder schon gehört oder verwendet.
In Berlin-Kreuzberg wurde ihm zu Ehren 1902 eine Kneipe mit dem Namen seiner bekanntesten Anti-Helden eröffnet: MAX und MORITZ. Im Sommer 2011 wurde in diesem „Kulturwirtshaus“, wie es sich jetzt im Untertitel nennt, alles frisch renoviert. So viele Jahre der wechselvollen deutschen Geschichte hat in Kreuzberg kaum ein Gasthaus dieses Formates überlebt. Weiterlesen